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Rallyetagebuch - Tag 10: Etappe 8 Aglou Plage - Laayoune



Team Kreische konnte gestern 6x die 3 aufm Tacho vermelden. Hinter Tiznit. Und jetzt gibt es Probleme mit der 
Wasserpumpe. Zusammenhang nicht zwingend erkennbar. Die Schrauber-Profis werden sich dieser Sache sicher in 
Kürze annehmen oder das Team in eine kompetente Werkstatt (ge)leiten. Team Erfordia hatte ziehende Argumente, als an einem Servicefahrzeug der Anlasser streikte. 
Dankeschön! ;) 


Bei Ralphs Werkstatt gab es auf der Strecke nach Laayoune auch was. Nämlich eine Einsandung. Es wird wirklich Zeit für die Einsandeliste. Den Tag der Liebenden neulich haben wir ja ausgelassen. Wenn wir schon Beziehungen aufbauen, dann zu unseren tapferen Karossen. Und die retten wir aus jeder Not. Fortan mag also bei uns der eine oder andere Tag eher zum Tag der Schiebenden werden. Der Ziehenden. Der Buddelnden. 


Stellvertretend für die vielen Querfeldeinfahrer sei von Afrian Friendship und Polarexpress berichtet. Waren 
zunächst gemeinsam unterwegs. Später trennten sich die Wege. Lag es etwa am Fahrstil vom Friendship-Piloten? 
Wenn Dottore im EInsatz um die Ecke kommt, dann heißt es Ohren anlegen und Platz gemacht. Ein ganz heißer 
Reifen wird da an den Tag gelegt. Aber ein richtig heißer. Apropos: Der Arrakis Golf legt in solchen 
Situationen noch eine Schippe drauf. Wir hatten schon Angst, der würde direkt bis Kapstadt durchdüsen. Aber 
zurück zum Polarexpress. Da war man an den blauen Steinen. Auch der blaue Nobbi-Bärenbus gesellte sich farblich 
passend zum Nachtlager. Im Gegensatz zum Bus war an den Steinen ein Künstler mit dem Pinsel tätig. Beim 
stilechten Bierchen aus dem Kölschglas berichteten die Polarexpressler noch von einem Zwischenfall. Ach, zwei 
waren es gar. Da hakte ein Einheimischer rückwarts auf die Strecke. HB-Männchen-Donnerwetter folgte. Aber wer 
wird denn gleich in die Luft gehen. Versicherungsnummer ausgetauscht. Seitentür eingedrückt auf der 
Beifahrerseite. Wieder eingestiegen. Da kommt gleich der nächste Anklatscher vom selben Fahrzeug. Schäden 
halten sich in Grenzen. Tür lässt sich bewegen. Und Polarexpressler wohlauf. MIt der Versicherungsnummer vom 
marrokansicehn Verkehrsteilnehmer werden wir wohl weniger anfangen. Rallye macht SpurenGelasert wurde der rote Polarflitzer auch. 500 Dirham sollte der Spaß kosten. Mit viel Schabernack und guter 
Laune - "Was, Köln? Ah Podolski! Fahr weiter." - wurde das Problem angenehm aus der Welt geschafft.


Wir sehen Sterne. Und in den Sternen ein Team, das festsaß. Team Pantha Rei (wo war gleich nochmal das 'h' im 
Teamnamen?) und die Wüstensterne kämpften nämlich auch schon mit einer Einsandung. Die Panthas waren die 
Retter. Ein Abschleppseil brachte die Befreiung. Stephan und unser Schraubär Olaf kümmerten sich bei Panthas 
dann wiederum deren Unterdruckschlacuh vom Bremskraftverstärker. Der war rissig und löchrig. Olaf hat die Sache 
erfolgreich mit Tape beseitigt. Vorher bremmste der Bolide nämlich "seifig". So sagte man. Jetzt kann der Anker 
wieder ordnungsgemäß geworfen werfen.


Die Escalators rollten übrigens schnittig am Offroad-Abzweig vor den Toren Laayounes vorbei. Man würde sich 
zutrauen, weiter an Dakhla ranzurollen. Der Dicke und der Belgier sind auf ähnlichen Pfaden weitergedampft. Wir 
sind gespannt, wie weit sie gekommen sind. Es ist eben keine Autobahn mehr. Sandströme ziehen über die 
zerfetzten Asphaltbrocken. Dünen tasten sich an die Straße und es geht auf den wieder über 500 Tageskilometern 
wieder heiß zur Sache. Planmäßiger nächster Halt ist für uns alle in Dakhla. Wir nähern uns viel Sand, großen 
Dünen und weiteren Kamelen. Vielleicht auch wieder auf dem Teller. Das gestern abend in Dattel-Zimt mit Reis 
war wieder großartig. In Dakhla werden wir noch einen Ruhetag einlegen, die Boliden in der Werkstattstraße 
fitmachen, Kamel oder Couscous genießen, bevor es dann bald über die Grenze nach Mauretanien geht.

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