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RALLYETAGEBUCH - TAG 20: Ruhetag St. Louis


Ralphs Werkstatt operiert unauffällig mit und am Rallyewagen. Diesmal war es ein Hydraulikschlauch, der auf den 20 oer 30 Kilometer von Grenze zum Camping Sorgen bereitete. 4 Liter wurden aufgeschwappert. Und das Problem wieder selbst gelöst. Ralph und sein Ex-Dust-Fighter-Beifahrer bohrten dazu Löcher in die Stoßstange, um an den Schlauch heranzukommen. Jetzt ist alles startklar für die letzte Etappe morgen. 


Kleiner Reparaturspaß bei Team Scharf. Heute wollte man sich der Ölwanne mit Riß am Audi annehmen. Irgendwann bog Team Glück auf um die Ecke, ebenfalls Audipiloten. Und wie man feststellte, hatten die just 5 Minuten vor Start der Flickaktion mit Schraubär Olaf ihre Ersatzteile verkauft. Darunter: Klar, eine Ölwanne für einen Audi. Der Tausch- und Kaufpartner ein Taxifahrer aus St. Louis, der damit beschäftigt war, unsere Truppe nach und nach in die Stadt zu shuttlen, zu shutteln, zuuu ... also zu fahren und später auch wieder die Rücktour anzutreten. Wusste aber keiner mehr, dass das nun auch der war, der die Ölwanne eingeheimst hatte. Org Torsten mischte mit. "Oui, die Ölwanne hat er noch. Fahren wir hin". Dann ging es in einer endlosen Runde von knapp 10 Metern über den Platz zu einem Hühnerschuppen. Und da lagen die Teile. Für 2 Reifen, ein kaputtes Handy und 10 Euro wechselte die Ölwanne abermals den Besitzer. Wurde aber trotzdem nicht eingebaut. Weil nicht ganz klar war, ob das Modell auch wirklich passt. Team Scharf fährt zudem ein scharfes S-Modell. Außerdem mutmaßten schon einige, dass bei dem Wagen größere Eingriffe für einen Ölwechsel erforderlich wären, bis hin zu Aktionen an der Achse. (Hm, da wär ja Ralph wieder Fachmann.) Auf jeden Fall haben wir nun eine Ölwanne als Backup auf Nummer sicher. Und es wir trotzdem mit Zauberkit geklebt. Bis morgen sollte das alles ausgehärtet sein. Wir werden ein waches Auge auf Team Scharf haben, ob der Wagen zum ölfilmverteilenden Bondmobil wird. Hoffentlich sehen wir das auf der anstehenden staubigen Etappe. 

 

Die hat es noch einmal in sich. Da ist es ganz gut, dass wir heute mit Stadtbummel, Poolplanschen und Gazelleschlürfen entspannen. Morgen wird die Kehle nämlich sehr trocken sein. Die Etappe wird täuschend locker starten. Die ersten der 500 Kilometer schlängeln wir uns auf Asphalt aus St. Louis raus. Mit Eskorte natürlich. Und dann sind wir mal gespannt, wie die Reise weitergeht. Schon da kann urplötzlich der Teer verschwinden. Je nachdem, mit welcher Route uns die Zolleskorte überrascht. Ob querfeldein, um wuselige Dörfer und Marktreiben zu umfahren oder doch noch mittendurch. Tanken werden wir auch noch einmal. Das wird ein Spaß, wenn eine ganze Rallyestaffel eine Tankstelle umlagert. Diesmal muss ein jeder auch trotz Schlussspurt noch einmal Kanister befüllen. Wir hörten aus Gambia von Dieselknappheit und langen Schlangen an den Säulen. Die Lage soll sich erst seit heute wieder etwas normalisieren. Da nehmen wir lieber unsere eigene Schlange in Kauf. Die ist absehbar. Jeder bunter CFA-Schein wird also in kostbaren Kraftstoff umgesetzt. Und dann wieder raus auf die Piste. Durch flirrende Hitze, über staubtrockene Pisten. Kaolack und Karang liegen auf unsere Route. An Dakar werden wir mehr oder weniger vorbeifahren. Zumindest Touch and go mit Winken aus der Ferne - muss ja, steht ja im Rallyenamen. Und dann freuen wir uns auf Gambia!

 

P.S.: Bei Bäcker Peter wird zuhause angezweifelt, ob sie denn noch dabei sind, weil sie so unkommentiert und eben problemlos rollen. Ja, sind sie. Wir sind vollzählig. Inklusive 50% der ehemaligen Dust Fighter, die jetzt bei Ralphs Werkstatt mit an Bord sind. Und Ölbrenner findet alles prickelnd. Jetzt. Endlich. Aber der Kulturbeutel hatte sich gestern auf dem Damm im Auto verteilt. Das ging angesichts der Benzinpumpenstory aber gestern unter. :)

 

Wir gucken jetzt schön Pokal. MIt Gazelle. Und Filet de boeuf. Mahlzeit!

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Video-Tagebuch



Kommentare: 8

Kommentar von Mona // 27.02.2013

Ich bin begeistert von eurer Berichterstattung. Täglich verfolge ich die Rallye und bewundere die Fotogalerie. Es ist wie ein spannendes Buch - jeden Tag warte ich auf neue Wüsten-Abenteuer. Leider nicht mehr lange, denn schon bald habt ihr euer Ziel erreicht. Grüße an JETZTODERNIE v. Mopi

Kommentar von Gabi // 27.02.2013

Dem Königsteam und besonders den "Salos" senden wir Glückwünsche zur geschafften Wüstendurchfahrt.Birgit wir sind stolz auf dich und wir sind auf eure persönlichen Berichten gespannt. Bis bald Gabi und Wolfgang

Kommentar von Eddy Kühn // 28.02.2013

Hallo erst mal wieder Dank dem Schreiberling, fast als würde "Schätzing" ein Buch schreiben. Dann Grüße an das Königsteam, haltet durch, genießt die Wärme hier ist es nur ungemütlich!
Es grüßen Birgit2 EWK und Frau Weinstock!

Kommentar von Helga Lehnhardt // 28.02.2013

Hallo Falk, hier kommt wiedermal ein Gruss von Deiner Helschi
Wie in den Kommentaren vorab sage ich ein Dankeschön den dem Schreiber, man ist dabei und ist froh das alle gesund und munter, aber vorallem lesen kann das viel Spass trotz Reperaturen, Aussandungen und viel Hitze die Karawane dem Ziel immer näher kommt. Bis bald Helschi

Kommentar von Markus // 28.02.2013

Liebe Grüsse an Grenzenlos 2. Haltet durch, bald habt ihr es geschafft. Wir sind schon auf die Berichterstattung gespannt. Grüsse von Sabrina, Markus und Lars.

Kommentar von Micha&Heike // 28.02.2013

Tolle Berichterstattung,Tolle Bilder wir sind begeistert!!!
Wir wünschen Euch allen alles Gute auf den letzten Kilometern!Es grüsst der Stammtisch. Bis bald H & M

Kommentar von Sandra // 28.02.2013

Tolle Bilder von eurem Strandausflug, und ein dickes Dankeschön an den Schreibbär. Alles gute weiterhin auf den letzten Kilometern.

Kommentar von horst // 28.02.2013

Ich bewundere Euren Mut und Eure soziale Einstellung.Ich verfolge mit großer Aufmerksamkeit Euer Tagebuch.Mein Sohn fährt im Team Braunschweig mit. Seine Berichte enthalten ähnliche Erlebnisse.
Fahrt vorsichtig und kommt gesund wieder

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