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Tag Zwanzig: Saint Louis - Banjul

Begonnen hat unserer letzter Tag on Tour in der Dunkelheit in Saint Louis/Senegal und geendet hat er im Blue Kitchen in Sukuta/Gambia als es schon wieder dunkel war.

 

Dazwischen lagen 600 heiße Kilometer verteilt auf 17 Stunden.

 

Über die Ponte Maria, eine Brücke die fälschlicherweise oft G.Eifel zugesprochen wird tatsächlich aber von E.T.M. Nouguier stammt, rollten wir langsam durch die noch dunkle aber nicht mehr schlafende Stadt.

 

In Louga nutzten wir die beiden am Ortseingang befindlichen Tankstellen um unsere Rallyefahrzeuge mit Kraftstoff zu versorgen.

 

Langsam wurde es immer heißer.

 

Lange hatten wir auf schönstes Sommersonnenwetter gewartet. Jetzt wo wir es am wenigsten gebrauchen könnten war es endlich da. Einige hatten mit den Nachwirkungen des gestrigen Sonnenbadens zu kämpfen. Normalerweise war der erste Sonnenbrand zu diesem Zeitpunkt der Rallye schon lange vergessen.

 

Vor Touba (in der Stadt der Mouriden darf weder geraucht noch Alkohol getrunken werden - also keine Stadt für die meisten von uns) nahmen wir eine Abkürzung.

 

Die Piste, mitten in der Sahelzone gelegen und durch ein zwei typisch senegalesische Dörfer führend, vermittelte uns nochmals reinstes Rallyefeeling.

 

Vor Lauter Überschwung verlor der Ford Escort von Team "Trucky McTruckface" sein Unterbodenblech.

 

Sich einmal wie bei der Rallye Dakar fühlen (zumindest als sie noch hier stattfand und Paris-Dakar hieß).

Hier hatten wir dazu Gelegenheit.

 

Leider fand der Ford von Team "Fort(d) nach Afrika" das nicht so toll.

 

Die schon einmal modifizierte Spannrolle für den Rippenriemen der Wasserpumpe gab den Geist auf. Nochmals musste sie modifiziert werden.

 

Aber nichts was unsere Rallye-Schrauber mit dem richtigen Werkzeug, der Flex (Winkelschleifer) und einer zündenden Idee nicht wieder hinbekommen würden.

Und etwas Zeit.

 

Und Zeit für solche Extrapausen hatten wir eigentlich nicht. Die Hoffnung es bei Helligkeit ans Ziel zu schaffen hatten wir bis zu diesen Zeitpunkt noch.

 

Mittlerweile waren wohl sämtliche Bewohner der umliegenden Dörfer erschienen. So hatten alle anderen Rallyefahrer Zeit für eine intensive Kontaktaufnahme mit der einheimischen Bevölkerung. Die senegalesischen Kinder jagten die Drone von Dennis.

 

Unter allen Bäumen standen Rallyeboliden und deren Fahrer. Wer einen solchen Schattenplatz ergattert hatte konnte sich glücklich schätzen.

 

Irgendwann ging es dann doch weiter.

In Kaolack mussten wir uns an gefühlt tausenden von Motorrollern vorbei schlängeln.

 

Fehlte noch das letzte Stückchen Straße bis zur Grenze. Früher im Rallyejargon auch senegalesisches Schlaglochbingo genannt. Ein Schlagloch größer als das andere und von Jahr zu Jahr mehr davon.

Seit einiger Zeit wurde an einer neuen Asphaltdecke gebaut. Bei jeder neuen Rallye stieg unsere Hoffnung das wir endlich über die neue Straße rollen können und so schneller und vor allem schonender für unsere Rallyefahrzeuge zur Grenze gelangen.

 

Heute war es endlich so weit. Eine kleine Unterbrechung gab es noch, aber die konnten wir verschmerzen. Ab und zu stand uns noch eine Straßenbaumaschine im Weg. Am Straßenrand wurde noch fleißig gewerkelt.

 

Dank der neuen Straße waren wir schnell an der Grenze.

Und Dank der guten Vorarbeit seitens der DBO waren wir noch schneller auf der anderen Seite der Grenze - in The Gambia.

 

Aber noch waren wir nicht am Ziel.

Der Gambiariver und ca. 190 Straßen-Kilometer trennten uns noch vom Blue Kitchen und dem dort auf uns wartenden Teller Spaghetti Bolognese.

 

Fünf Fähren (2 große und 3 kleine) brauchten wir um alle Rallyefahrzeuge und natürlich Ihre Insassen über den Fluss zu schippern.

 

Inzwischen war es dunkel geworden. Also sahen wir erst mal nicht viel vom Land. Aber dafür werden wir sicher noch Zeit haben in den nächsten Tagen.

 

Kurz vor dem endgültigen Ziel wurde der Mercedes MB100 von Team "wild friends 4.0" noch mal übermütig und trug einen kleinen Blechschaden davon. Der Unfallgegner aus Gambia war dran schuld. Die DBO hat sich bereiterklärt das gambische Busch-Taxi zu reparieren. Dann doch noch vor dem Ende des Tages (eine halbe Stunde) war dann auch der letzte Rallyebolide am Ziel.

Foto-Galerie

Video-Tagebuch



Kommentare: 8

Kommentar von Carsten // 24.03.2017

Tolle Leistung !!!Sehr beeindruckend !!!

Kommentar von liebau // 24.03.2017

Schön das ihr alle gut angekommen seid Dietmar und Elvira

Kommentar von jürgens IWU Jungs // 24.03.2017

große klasse....haben euch fast jeden tag von erfurt aus begleitet....viele Grüße nach banjul....besonders an team erfordia

Kommentar von Gabriele Bartlitz // 24.03.2017

Wir wünschen den Teams noch weiterhin viel Spass besonders dem Hexenexpress.Liebe Grüsse die Schmalzeröder

Kommentar von Kalle Fink // 24.03.2017

Glückwunsch Mosaiksteinchen und Einsander auf den letzten Metern, wir haben alles verfolgt und freuen uns auf euch in der Heimat.
die Finken, Kalle und Marion

Kommentar von Jens Grötzschel // 24.03.2017

viel glück bei der versteigerung die HOSTERWITZER

Kommentar von Jutta. Mitrenga // 24.03.2017

Viel Freude weiter und gute Erfolge bei der Versteigerung,toll,dass Alle gut angekommen sind!!!Habe Euch täglich begleitet.J.M.

Kommentar von Martina Gerber // 24.03.2017

Glückwunsch an alle Rallye-Teams! Toll dass alle gut angekommen sind. War eine starke Leistung!
Wünsche euch viel Erfolg bei der Versteigerung! Vor allem Wolfgang und Günter! Hoffe ihr erzielt nen guten Preis für den Eskort!! Liebe Grüße Martina :-)

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