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16.Etappe: Saint Louis - Banjul

Der Tag begann verdammt zeitig.

 

Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus das der Ford Maverick kein „Maultaschenexpress“ mehr war sondern nur noch ein Bummelzug. Irgendwie war die Ursache seines Leistungsverlustes nicht auffindbar. Da es ohnehin ein langer Tag werden würde wollten wir die Weiterreise nicht unnötig verzögern und der Maverick sollte von nun an von einem Org.Bus geschleppt werden.

 

Auch unter dem Opel Omega von Team „Q2B“ sah es auf den ersten Blick nicht gut aus, er tropfte ein wenig vor sich hin. Zum Glück schien es nur am Ölmessstab heraus zu laufen. Die geflickte Ölwanne war noch dicht.

 

 

 

Als kleines Highlight des Tages ging es nochmals ins Gelände. Um die Gesamtstrecke etwas abzukürzen und um die Stadt Touba zu umgehen.

 

Touba ist fast ebenso bedeutend für Moslems wie Mekka. Hier darf nicht öffentlich geraucht werden. Alkohol ist ebenso verboten, wie laute (Rock-) Musik zu hören. Also absolut keine Stadt für uns.

 

Wie bei der (ehemaligen) Paris-Dakar düsten wir über die Piste in der Sahelzone. Rallyefeeling pur. Durch kleine Dörfer, zwischen Spalier stehenden und winkenden Kindern hindurch, an Arbeitern die Melonen feilboten (auch mal nicht) vorbei und ab und zu stellten sich uns Tiere (mit oder ohne Karren) in den Weg.

 

Während - wieder auf der Straße - der „Silberknaller“-Audi vor sich hin wippte gab es plötzlich einen Knall. An einem Org.Bus platzte ein Reifen. Oder kam der Knall doch aus Richtung des VW LT28 von Team „Wennsdruckt“?

 

Denn etwa zur selben Zeit flog diesem der Lüfter weg, touchierte dabei den Kühler und zerstörte ein paar der Lamellen. Worauf es nass wurde unter dem VW-Bus. Jetzt hieß es nicht mehr „Wennsdruckt“ sondern „wenn’s läuft“.

 

Eine Schnelle Reparatur war ausweglos und so musste auch der VW LT28 an den Haken.

 

Nachdem wir Kaolak - die Stadt der zigtausend Mopeds - hinter uns gelassen hatten, war es nicht mehr weit bis zur Grenze.

 

Die Ausreise ging verhältnismäßig fix vonstatten und die Einreise absolvierten wir noch schneller.

 

Jetzt noch mit der Fähre über den Gambia-River schippern (vermutlich zum letzten Mal, denn die Brücke ist fast fertig) und das heutige Etappenziel und gleichzeitig der Zieleinlauf der Rallye war nah.

 

Der VW T4 der „Aachener Wüstenfüchse“ wollte erst nicht so richtig auf die Fähre (ihm fehlt der erste Gang), aber schließlich waren er und alle anderen Rallyefahrzeuge auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses.

 

Mit der ersten Fähe waren die beiden geschleppten Fahrzeuge übergesetzt um sie in der Wartezeit vielleicht wieder fahrtüchtig zu machen.

 

Unter dem VW LT28 liegend versuchte man die Teile auszubauen um den Kühler zu flicken. Aus Zeitgründen wurde die Reparatur später abgebrochen und Team „Wennsdruckt“ ins Ziel geschleppt. Dabei wären Sie so gern aus eigener Kraft angekommen.

 

Während dessen wurde auch am Maverick emsig geschraubt und gebastelt. Die Lichtmaschine einschließlich Unterdruckpumpe wurden komplett umgetauscht. Anschließend wurden zum wiederholten Mal die Leitungen durchgeblasen. Die ganze Aktion brachte abermals einige Umdrehungen.

 

Immerhin konnten wir die letzten 200 Kilometer mit Tempo achtzig in Angriff nehmen. Leider hielt unser Glück nicht an. Schon nach kurzer Zeit zuckelten wir vor uns hin. Die Konsequenz: auch der Maverick kam wieder an den Haken. Und so schaffte es leider der „Maultaschenexpress“ (Jetzt „Maultaschenbummelzug“) auch nicht aus eigener Kraft an unser Ziel.

 

Die letzten Meter ziehen sich bekanntlich, aber irgendwann - nach einer weiteren Reifenpanne (selber Org.Bus) - hatten wir es geschafft. Das „Blue Kitchen“ (DBO-Restaurant) hieß uns mit einem Teller heißer Spaghetti Bolognese willkommen.

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Video-Tagebuch



Kommentare: 8

Kommentar von Annett und Jette Bäringer // 30.11.2018

„Sie haben ihr Ziel erreicht“ - echt klasse - eine schöne Zeit euch allen und natürlich einen Mega-Versteigerungserlös für die gute Sache. An den kleinen Wüstentroll: Komm schnell auf die Beine - deine Jette und Annett

Kommentar von Hansi // 30.11.2018

Wao habe die Sendung im TV mit verfolgt und war hin und weg.Eine ganz tolle Sache. Auch mit dem Taxi das ihr es doch noch zum fahren bekommen habt.Echt Super Leute....
Schöne Grüße aus Berlin und macht weiter so. L.g. Hansi

Kommentar von Rüdiger Remmlinger // 01.12.2018

Freue mich für alle Teams dass sie gut an ihrem Ziel angekommen sind. Natürlich besonders für Rafael und seinem grünen Astra 887/2 dass er die Rallye nach seiner Panne mit 887/1 doch noch beenden konnte. Ich bin mir sicher dass Euch allen dieses Erlebnis lange in Erinnerung bleiben wird. Genießt die Tage und viel Erfolg und Gewinn bei der Versteigerung.

Kommentar von Mike Simon // 01.12.2018

Also für mich sieht die Brücke schon jetzt fertig genug aus!

Mike, will nicht mehr auf die Fähre!

Kommentar von Sonja Otte // 01.12.2018

Ich freue mich das alle Teams am Ziel angekommen sind! Und Peggy vielen, vielen Dank für die schönen Bilder und die umfangreichen Schilderungen. So ist die Reise wieder zu einem tollen Erlebnis geworden! Hohe Verkaufserlöse für den guten Zweck!

Kommentar von Bernd Huhle // 01.12.2018

Schön das alle angekommen sind, vorallem gesund. Morgen viel Spaß bei der Versteigerung, wird bestimmt wieder ein Rekorderlös, der Euch vergönnt ist.
Beeindruckt hat mich der Brückenbau, wie machen die das bloß? Im Hochtechnologieland Deutschland dauert so manches doch etwas länger, sollten wir da froh sein das die Spezialisten zu uns kommen?? Sollen alle nach Berlin gehen, der Merkeln ihren Flugplatz fertig bauen.
Danke Peggy und den 3 Org's, kommt alle gesund nach Hause in's Reich.

Kommentar von Ostblock Customs // 01.12.2018

War wieder eine sehr schöne Berichterstattung @ Peggy.
Schön das es alle ins Ziel geschafft haben.
Viele Grüße an die Org‘s und danke das du den Öltanker vom März abgelichtet hast.
Ich wünsche euch einen schönen 1. Advent und eine erfolgreiche Versteigerung.
Liebe Grüße
Heiko

Kommentar von schulli // 11.12.2018

Welche Brücke ?? du kannst ja hier mit anfassen beim Bau, da gehts mit dir bestimmt schneller .............
klugscheisser

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