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10.Etappe: Grenze - Versteckte Düne

...mit dem Tag des Grenzübertritts nach Mauretanien.

 

Nun war der Froststopfen wieder drin. Alle wollten los. Wir hatten schließlich einen Termin mit der Grenze. Wer jedoch nicht wollte war der Nissan von Team "Jost Mainz-Banjul". Was nun?

 

Das Problem war wohl doch etwas größer. Vermutlich die Zylinderkopfdichtung. Oder gar schlimmeres?

 

Gemeinsam mit den Orgs. beschlossen Peter und David erst mal den Nissan zur Grenze zu schleppen. Also fix den Patienten an den roten Org.-Bus gehängt und ab zur Grenze.

 

 

 

Ausreise aus Marokko und Einreise nach Mauretanien. Die Ausreise ging wie immer recht schnell. Dann standen wir im Niemandsland zwischen den beiden Grenzen.

 

 

Der ehemalige Verlauf der Spanish Road war bestenfalls zu erahnen, eigentlich aber nicht mehr vorhanden. Stattdessen überall Fahrzeugleichen in unterschiedlichen Stadien der Verwesung. Fahrzeuge neueren Datums standen in Grüppchen wie geparkt als kämen deren Besitzer jeden Moment wieder (vermutlich tun sie das sogar). Dazwischen mal eben ein paar LKW, die ihre Ladung umverteilten. Sogar vereinzelte Menschen (nicht nur wir) waren zu sehen.

 

 

Hier trafen wir auch das erste Mal auf unsere Wüstenführer.

Gemeinsam quälten wir unsere Rallyeboliden durch das Niemandsland zur mauretanischen Grenze.

Die ersten steckten im Sand fest (die ersten Striche auf der Einsandeliste), konnten aber schnell wieder befreit werden.

 

Die Einreise nach Mauretanien dauerte wie immer etwas länger. Der Zufall wollte es das wir auf einen mauretanischen Schrauber (KFZ-Schlösser nennt man sie wohl noch) trafen. Der versprach uns noch am Abend in unser erstes Wüstencamp an der versteckten Düne wenige Kilometer hinter der Grenze zu kommen um den Nissan zu reparieren. Und er kam.

 

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Was dann geschah erstaunte sogar echte Vollprofis (eigene Werkstatt in Deutschland u.ä.). Zu fünft fingen die Mauretanier an den Motorblock auseinander zu nehmen. Beleuchtung bestehend aus Kopflampen, Taschenlampen und einer Einzelnen Glühlampe angetrieben mit einem Generator. Mitten im Wüstensand auf einer Decke ausgebreitet das Werkzeug (von Peter und David bekamen sie noch einen Werkzeugkasten hingestellt). Teil für Teil aus dem Motorraum kam dazu.

 

Schließlich die traurige Erkenntnis. Mit einer neuen Zylinderkopfdichtung war es nicht getan.. Mehrere Risse am Zylinderkopf, zum Beispiel der Steg zwischen Ein- und Auslassventil. Der komplette Zylinderkopf muss gewechselt werden.

 

 

Der Schrauber versprach am nächsten Tag mit dem Ersatzteil zu erscheinen und es einzubauen. Da sind wir Mal gespannt...

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Kommentare: 2

Kommentar von kay k. // 23.11.2015

die nissan-mottor-reparatur-aktion liest sich ja wie aus einem land vor unserer zeit, wo es auch noch kfz-schlosser gab (sowohl professionelle als auch feierabend-amateure). dem wml-team geht es augenscheinlich weiterhin gut - keine frontscheibenrißvergrößerung oder ähnlich ärgerliche pannen?!

winterliche handwerkergrüße aus dem sachsenland (wir hatten am wocheende den ersten schnee bis in die landeshauptstädtischen niederungen)

Kommentar von Claudia // 24.11.2015

"ET" ist ja doch dabei, dachten schon, die habt ihr im Meer verloren. Weiterhin viel Spass und gutes Gelingen!
Grüsse aus dem verschneiten Frankenland

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