// zurück zur Übersicht

12.Etappe: Outdoorcamp Eins - Outdoorcamp Zwei

Heute sollte es ernst werden. So richtig offroad. Wüstenfahrfeeling pur.

 

Das Einmaleins dafür vermittelte uns das Wüstenbriefing.

 

 

 

Dann die große Verabschiedung von Peter und David, die mit ihrem Nissan Patrol und einem unserer Wüstenguides über die Straße nach Nouackchott fahren mussten.

 

 

 

Alle anderen mussten (durften?) durch den Sand fahren.

 

Wer von uns in die Wüste geschickt werden sollte (der Nissan oder wir) war noch nicht ganz klar.

 

Den Reifendruck angepasst ging es flott los. Bis die ersten "Knietief" im Sand steckten.

 

 

 

Derweil hatten das Schweizer Team "Discovery for Africa" ganz andere Probleme. Ihr Landrover trank Liter für Liter (Kühl-) Wasser und hatte immer noch nicht genug.

 

 

 

Und dann streikte plötzlich der Volvo von Team "Platz Vier". Lagerschaden an der Kurbelwelle. Der Keilriemen der die Lichtmaschine antreibt war weggeflogen und in Folge dessen war es nur eine Frage der Zeit das überhaupt kein Strom mehr da ist. Und ein bisschen davon braucht der Volvo dann doch um fahren zu können.

Da war hier vor Ort nichts mehr zu machen.

 

da fährt er

 

Also im Schlepptau am weißen Org.Bus von Falk auf die Straße um dem Nissan Gesellschaft zu leisten.

 

Etwa zur selben Zeit hatte der fast vollständig den Geist aufgegeben und stand allein auf der Straße nach Nouackchott.

 

Manchmal ist eine Reparatur eben doch spektakulärer als das Ergebnis!

 

Die drei Rallyeboliden machten sich also gemeinsam auf den Weg (der Nissan als Wimpel am weißen Mercedes-Bus und der Volvo mit wechselnden vollgeladenen Batterien, aber immerhin aus eigener Kraft), während der Rallyetross weiter im Sand spielte.

 

 

Immer wieder kamen uns die Fragen in den Sinn: "Was machen wir hier eigentlich?" und "Warum tun wir uns das überhaupt an?".

 

Getreu dem Motto des Tages ging es nämlich munter weiter.

 

Dem Ford Transit von Team "M&M's Die Vogtländer" flog das Unterbodenblech (oder auch "akustische Fahrhilfe" genannt) fast weg. Notdürftig würde es wieder befestigt.

 

 

Dem Fiat Cinquecento von "Cento Team Goes Africa" platzte dann zwar nich die Geduld - aber der Reifen. Und das nahm der Dachgepäckträger zum Anlass sich zu verabschieden.

Voll beladene Dachgepäckträger tun das immer wieder gern!

 

 

Als nächstes meldete sich der Landrover Discovery von Team "Die Lehmänner". Kühlwasserschaden! Zum Glück konnte ihm geholfen werden. Ein vom Lüfterrad "Wund gescheuerter" Schlauch war undicht und wurde wieder abgedichtet.

 

 

 

Auch der Landrover Discovery vom Schweizer Team wurde immer wieder mit offener Motorhaube erwischt. Sein Kühlwasserproblem war also auch noch nicht vollständig gelöst.

 

 

Der Ford Transit der "Nordhäuser Wüstenfüchse" reihte sich in die Riege der wasserlassenden Rallyfahrzeuge ein. Hier wurde jedoch erfolgreich repariert.

 

 

Neben all dieser Zwangspausen wurde natürlich auch der eine oder andere Kilometer fahrend zurückgelegt. Einsendungen blieben auch nicht aus. Mit unserer patentierten Menschenkette und schiebend waren das aber keine großen Probleme für uns.

 

Eine dieser Zwangspausen nutzten Markus und Alois (Team "Stuff 4 Africa") um einen Routinecheck an ihrem Mercedes durchzuführen. Dabei entdeckten sie einen Riss im Querlenker. Da bestand unbedingt Handlungsbedarf!

 

Die letzten Meter zum heutigen Outdoorcamp vor den "Drei Dünen" (wir hatten tatsächlich unser geplantes Ziel für heute geschafft) schlich der Mercedes noch mit seinem angeknacksten Querlenker.

 

Diese Nacht sollte eine lange Nacht werden.

Während an einem Ende des Fahrerlagers noch gekocht wurde, entstand am anderen Ende eine behelfsmäßige Werkstatt.

 

Der Plan "A" war so genial wie erfolglos.

 

Irgendjemand hatte mal ein YouTube-Video gesehen, in dem mittels mehrerer parallel geschalteter Autobatterien und einer Elektrode geschweißt wurde. Dieses Video sollte jetzt nachgestellt werden.

Erst wurde eine Elektrode aus einer Wunderkerze gebastelt. Doch dann kam ein Schweizer mit "echten" Elektroden. Torsten (Org. und Schrauber) opferte sich und mimte (natürlich in Arbeitsschutzbekleidung) den Schweißer.

 

Die (Licht-)Show war sensationell, das Ergebnis leider nicht.

 

 

Am Ende wurde auf alt bewährtes zurückgegriffen - Plan "B".

Afrikanisch wurde der Querlenker mit einer Schiene, tausenden von Kabelbindern und einem Spanngurt stabilisiert.

 

 

Zu fortgeschrittener Stunde wurde noch, diesmal erfolgreich, ein weiteres YouTube-Video nachgestellt. Der Mercedes von Team "Nossen am Muldenstrand" hatte ohnehin Startschwierigkeiten.

 

Aufgebockt, um das hintere Rad ein Spanngurt gewickelt, ein kräftiger Zug am Spanngurt und der Mercedes sprang an (zumindest nach dem dritten Versuch).

 

Foto-Galerie

Video-Tagebuch



Kommentare: 0
Einen Kommentar schreiben
 
Bitte addieren Sie 6 und 6.