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Projekte und Schluss

In den Tagen vor und nach der Versteigerung haben wir uns einige der Projekte die von der DBO und somit vom Erlös unserer Fahrzeuge unterstützt werden angesehen.

 

Da ist zunächst das Skill- and Healthcenter ("Kundembo") in Gunjur.

Sol, dem Leiter von "Kundembo", liegt vor allem die Aufklärungsarbeit am Herzen. Aufklärung über Sexualität, Gesundheit, Hygiene, Beschneidung, Impfungen und ähnlichem ist sehr wichtig. Besonders da diese Themen in den Familien und in der Schule tabuisiert werden.

 

Mittlerweile gibt es hier auch eine Schneidereilehrwerkstatt für junge Frauen. Nach Beendigung der Ausbildung können Sie die Nähmaschine mitnehmen und sind so in Lage mit Nähen Geld zu verdienen.

 

Es ist immer ein Großereignis wenn wir von der Rallye kommen und da ist es nicht verwunderlich wenn das ganze Dorf erscheint.

Vor allem die Kinder.

 

Im nächsten Projekt welches wir uns angeschaut haben spielten Kinder die Hauptrolle.

Die Kobisala Nursery School ist eines der ältesten bestehenden Projekte.

Angefangen hat alles mit nur einem Schulraum. In den letzten Jahren sind einige dazu gekommen. Mittlerweile sind es 10 Schulräume und 2 Büros.

 

Für Buba den Leiter der Schule anfangs nur ein Traum, werden jetzt nicht nur Schüler im Vorschulalter unterrichtet sondern auch Hauptschüler (Klasse 1 bis 3).

 

Die Nursery Schools haben Finanzielle Unterstützung besonders nötig, da sie im Gegensatz zu Primery Schools nicht vom Staat gefördert werden.

Zu Hause werden meist nur die afrikanischen Sprachen gesprochen.

In der Schule brauchen die Kinder aber Kenntnisse der englischen Sprache um im Unterricht mitzukommen. Und diese Kenntnisse erlernen die Kinder in der Nursery School.

 

Des Weiteren gibt es einen Schulbus. Ein ehemaliges Rallyefahrzeug. Wenn dieser Bus nicht für die Kinder gebraucht wird fährt er als Taxi und bringt so weitere finanzielle Mittel die der Schule zu gute kommen.

 

Natürlich sind wir nicht mit leeren Händen gekommen. Es wurden Schulmaterialien, Spielsachen und Bälle verteilt. Und es gab jede Menge rote Dekramützen.

Jedes Kind der Schule rennt jetzt mit einer roten Dekramütze durch Gambia.

 

Eine weitere Schule die wir besucht haben befindet sich direkt gegenüber des "Blue Kitchen" (DBO-Restaurant). Die Interior Academy "Charlie", in der hauptsächlich Kinder der Exekutive (Polizei etc.) unterrichtet werden.

 

Auch hier ist zu der reinen Nursery School eine Primery School hinzugekommen.

 

Eine Besonderheit dieser Schule ist, dass auch behinderte Kinder unterrichtet werden. Das ist einmalig in Gambia.

Diese Kinder bekommen hier das erste Mal das Gefühl, nicht allein gelassen zu sein. Sie sind voll integriert in den Schulalltag.

 

Auch hier wurden Sachspenden abgegeben.


Und es rennen noch mehr Kinder mit roten Dekramützen durch Gambia.

 

Ein weiteres Projekt ist die Lehrwerkstatt für LKW's. Hier erlernen derzeit drei KFZ-Lehrlinge (darunter eine junge Frau, die wahrscheinlich die erste KFZ-Mechanikerin in Gambia sein wird) fundierte Kenntnisse der Automechanik, die sie dazu befähigen sollen später ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

 

Ein ehemaliger Rallyeteilnehmer (er opfert dafür seinen Urlaub) ist hier zur Zeit der Ausbilder und wahrscheinlich der einzige Lehrmeister der mit dem Wörterbuch in der Hand seine Schüler unterrichtet.

 

Direkt nebenan entsteht eine Schreinerlehrwerkstatt. Mal schauen ob wir sie bei der nächsten Rallye im März besichtigen können.

 

Für alle die sich fragen warum der Krankenwagen der Königsbrunner nicht mit versteigert wurde hier die Antwort.


Der Krankenwagen aus Königsbrunn ging als Direktspende nach Pirang (in der Nähe von Brikama) in das dortige Healthpost.

Mit viel Brimborium wurde der Krankenwagen übergeben. Direkt nebenan wurde währenddessen ein Kind auf die Welt gebracht und die Königsbrunner übernahmen prompt die Patenschaft.

 

Es werden natürlich noch weitere Projekte von der DBO unterstützt, die wir aus Zeitgründen jedoch nicht alle besichtigen konnten. Wer sich dafür interessiert schaut am besten mal auf die Internetseite der DBO (www.dbo-online.org).

 

Spätestens nach diesen Projektbesichtigungstagen weiß jeder warum er den entbehrungsreichen Weg von über 7000 Kilometer auf sich genommen und sich den ganzen Spaß angetan hat.

Um zu helfen!

 

Die glücklichen Kinderaugen, die stolzen Gesichter der Autokäufer und das fröhliche Lachen der gambischen Menschen sind unser Lohn.

 

Am Ende eines langen Tagebuch-Marathons möchte ich mich noch, auch im Namen der Organisatoren Torsten, Falk und Holger (der dann doch noch ab Nouackshott dabei war), bei allen bedanken die zum Gelingen der Rallye beigetragen haben.

An Saleck, Heinz, Mustapha, Martin, Norbert und natürlich an alle Rallyepiloten der 20igsten Rallye Dresden-Dakar-Banjul ein dreifaches Dankeschön (ich hoffe ich hab keinen vergessen, sorry wenn doch!).

 

Ein persönliches Dankeschön von mir geht an alle Rallye-Tagebuch-Leser!

 

 

 

Foto-Galerie

Video-Tagebuch



Kommentare: 4

Kommentar von Chris601 // 03.12.2015

Danke auch, Peggy für die (wie immer) perfekte Berichterstattung und die vielen Bilder von unterwegs.
Es war wieder als ob man irgendwie dabei war! Bis zum nächsten mal!

Kommentar von Katrin Samel // 04.12.2015

Liebe Peggy, ich möchte mich an dieser Stell recht herzlich für dein wunderbares Reistagebuch mit den vielen schönen Bildern bedanken. So konnten wir Daheimgebliebenen immer mit Anteil nehmen und mitfiebern. Das hat das Warten auf die Liebsten doch sehr entspannt. Liebe Grüße aus dem Südharz von der Wüstenfuchsfrau Katrin

Kommentar von Claudia/Heiter bis sandig // 04.12.2015

Liebe Peggy, vielen Dank für die unermüdliche Berichterstattung, auch zu später Stunde und mit lahmem Internet! Ich hoffe, ihr habt noch ein paar schöne Tage in Gambia- in Deutschland verpasst ihr eh nix!
Viele Grüße auch an Falk, Holli und Lederhoden
Claudia

Kommentar von Claudia/Heiter bis sandig // 04.12.2015

Und natürlich auch liebe Grüße an Nobby, Bine und Nele sowie alle Rallyefahrer, die noch ein paar Tage Palmen und Sonne vor sich haben!

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